Hierapolis–Pamukkale
Eine griechisch-römische Kurstadt neben weißen, von Thermalwasser geformten Terrassen.
In Pamukkale schufen kalkreiche Thermalquellen weiße Travertinterrassen, während daneben Hierapolis als Kur- und heilige Stadt wuchs. Natur und Archäologie wurden 1988 gemeinsam in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen.

Das Wasser formte die Landschaft
Heißes Wasser verliert beim Fließen über den Hang Kohlendioxid und lagert dabei Calciumcarbonat ab. Schicht um Schicht entstanden versteinerte Kaskaden und flache Terrassenbecken. Die helle Oberfläche bildet sich weiterhin und ist empfindlich; Besucher müssen deshalb den markierten Barfußwegen und den Regeln des Schutzgebiets folgen.
Die Stadt neben den Quellen
Hierapolis wurde in hellenistischer Zeit gegründet und nach schweren Erdbeben als römische Stadt wiederaufgebaut. Theater, lange Nekropole, Bäder, Tore und das Martyrium des heiligen Philippus zeigen, warum Menschen wegen Heilung, Gottesdienst und Bestattung kamen. Die Ausdehnung wird leicht unterschätzt: Planen Sie genug Zeit für Ruinen und Travertinterrassen ein.
Einen vollständigen archäologischen Rundgang einplanen
Hierapolis und die Travertinterrassen bilden eine große gemeinsame Landschaft und nicht zwei kleine Sehenswürdigkeiten: Allein die Nekropole erstreckt sich über mehr als zwei Kilometer, während Theater und Philippus-Monumente von den weißen Terrassen entfernt liegen. Die Wege führen über antikes Pflaster, Hänge und ausgewiesene Barfußabschnitte, auf denen sich der nasse Kalk ungewohnt anfühlen kann. Wählen Sie vor dem Eintritt Schwerpunkte, wenn die Ausdauer begrenzt ist, und verbinden Sie die Ruinen mit Pamukkale selbst, statt am selben kurzen Besuchstag ein weiteres entferntes Ziel einzuplanen.
