Kappadokien (Feenkamine)
Eine Landschaft, die Menschen in Häuser, Kirchen und unterirdische Städte verwandelten.
Vulkanasche verhärtete zu weichem Gestein; Wind und Wasser formten daraus die Kegel, die Feenkamine heißen. Dann höhlten Menschen sie aus — zu Wohnungen, Klöstern und ganzen Städten unter der Oberfläche.

Wie die Feenkamine entstanden
Ausbrüche von Erciyes und Hasandağı lagerten in der Region tiefe Schichten vulkanischen Tuffs ab. Tuff lässt sich mit Handwerkzeug schneiden, ist aber fest genug für ein Dach. Wo eine härtere Basaltkappe die Säule darunter schützte, ließ die Erosion die spitz zulaufenden Kegel zurück, die heute peribacaları — Feenkamine — heißen.
Felsenkirchen und unterirdische Städte
Die Felsenkirchen von Göreme tragen byzantinische Fresken aus dem 10. bis 12. Jahrhundert, die stellenweise noch leuchten. Derinkuyu und Kaymaklı sind keine Höhlen, sondern geplante Siedlungen — Lüftungsschächte, Brunnen, Ställe, Kapellen und rollende Steintüren auf Ebene um Ebene, mit Platz für Tausende. Der Göreme-Nationalpark und die Felsstätten Kappadokiens wurden 1985 UNESCO-Welterbe.
Anreise
Kayseri und Nevşehir haben beide Flughäfen, etwa eine Stunde und zwanzig Minuten Flugzeit von Istanbul. Die Heißluftballons starten bei geeigneter Witterung im ersten Morgenlicht.


