Şirince
Ein Hangdorf mit weiß getünchten Häusern, Obstgärten und ausgetauschten Erinnerungen.
Acht Kilometer oberhalb von Selçuk bewahrt Şirince ein dichtes Hangbild aus traditionellen Häusern und schmalen Gassen. Seine Geschichte führt von einer wohlhabenden griechischen Siedlung des 19. Jahrhunderts über den Bevölkerungsaustausch von 1923 bis zum heutigen Dorf mit Obstgärten, Wein und Tourismus.

Ein durch den Austausch verändertes Dorf
Im 19. Jahrhundert war Şirince für Feigen und eine große griechisch-orthodoxe Bevölkerung bekannt. Nach dem verpflichtenden Bevölkerungsaustausch von 1923 wurden die wegziehenden Bewohner durch muslimische Familien aus Dörfern in Nordgriechenland ersetzt. Häuser, Kirchen, Essen und Landwirtschaft tragen Teile dieser unterbrochenen Geschichte weiter.
Über die Marktgasse hinausgehen
In der Hauptgasse herrscht viel Betrieb rund um Fruchtwein, Olivenprodukte und Dorfküche; verständlicher wird die Siedlung jedoch bergauf: Zweistöckige Häuser staffeln sich am Hang, ihre Obergeschosse öffnen sich zur Aussicht und ruhigere Straßen führen zu den Kirchen. Şirince liegt nahe Ephesos, doch die schmalen Straßen und der Wochenendandrang verdienen eigene Zeit.
Entscheiden, wie weit Sie im Dorf aufsteigen
Şirince wird von Selçuk über eine eigene kurvige Straße erreicht; seine historischen Häuser steigen am Hang an, statt einen ebenen Platz zu säumen. Die unteren Marktgassen bieten einen einfachen Einstieg, während die ruhigeren Häuser, Kirchen und weiteren Ausblicke mehr Steigung auf schmalen, unregelmäßigen Straßen verlangen. Das Dorf lässt sich gut mit Selçuk oder Ephesos verbinden, planen Sie jedoch einen eigenen Transfer ein und kehren Sie in den unteren Gassen um, wenn Steigungen problematisch sind.


